
Am Scheidepunkt zwischen den Tälern Růžový důl und Obří důl, steht auf der Wiese über der schäumenden Aupa ein gezimmerts Gebirgshaus. Die letzen sechzig Jahre frägt es den Namen Chata Pod Studničnou - Baude unter dem Brunnenberg, aber früher war sie als Rauschenbach - Baude bekannt. Beide Namen sind treffend. Das tief im mächtigen Massiv des 1554 Meter hohen Brunnenbergs eingeschnittene Gletscherkar Studniční jáma bildet eine phatastische Kulisse zu einem der am längsten bewohnten Orte von Pec pod Sněžkou.
Die ursprüngliche Berghütte stand an der gegenüberliegenden Seite der kleinen Wiesenenklave. Dieser Ort war seit eh und je mit den Bergknappen und Landwirten aus dem Mitlöhner - Geschlecht verquickt. Wohl im Jahre1830 baute Johann Mitlöhner eine neue Berghütte, die siebzig Jahre später durch die Herstellung von Skiern der Marke „Mitlöhner - Riesenhain“ Berühmtheit erlangte. Die erste ordentlichen Ski aus Eschenholz begann Franz Mitlöhner nach seiner Rückkehr von seiner Gesellenwanderschaft im Jahre 1903 zu bauen. Ganze viezig Jahre lang blieben die Schier aus seiner Werkstatt die besten im ganzen Ostriesengebirge. Nun, es ging ihm nicht schlecht und deshalb baute er 1929 das Haus seiner Vorfahren in ein Gästehaus um. Das gezimmerte Interieur und die netten Details der Arbeit des Tischlermeisters Mitlöhner erfreun das Auge bis heute.
Die heutige Chata Pod Studničnou bietet Unterkunft in Zwei - bis Fünfbettzimmern. Manche von ihnen haben eigene Dusche und WC, andere sind eher touristischen Charakters. Heimgäste bekommen das Frühstück am Frühstücksbuffet gereicht.
Schulklassen sind hier bei einem eventuellen Besuch inmitten schönster Riesengebirgsnatur. Wer seine Zeit nicht vor dem Fernseher mit Sat-Programm verbringen möchte, vergnügt sich draußen beim russischen Kegeln oder spielt innen klassisches Billard oder in neu renoviertem Raum Tischtennis.
Sommergäste können direkt vor dem Haus parken, im Winter lässt man den fahrbaren Untersatz auf dem bewachten Parkplatz U kapličky zurück - in 20 Minuten ist man im Stumpengrund (Růžový důl). Für den Abtransport des Gepäcks ist gesorgt. Nicht weit von hier halten Skibusse und an der unteren Seilbahnstation zur Schneekoppe, die man von hier gut zu sehen ist, ist man in zehn Minuten. Genauso so nahe ist ein Skilift für Anfänger.
Ein Aufenthalt in der „Baude unter dem Brunnenberg“ ist preisgünstig und Mitglieder des tschechischen Touristenklubs und Inhaber der internationalen Karte Eurobed haben überdies vierzig Kronen Preisnachlass. Wenn auch die letzte von den Überschwemmungen zerstörte Brücke wieder repariert ist, gelangt man auch bei der Rückkehr aus dem Riesengrund bequem zur Baude und kann innen drin oder auf der Terrasse bei einem Imbiss verschnaufen.
(Der Text stammt aus dem Magazin Vesely Výlet 2006.)